Angebot!

Michel Tardieu – Nordrhone: Saint Joseph Vieilles Vignes 2021

Ursprünglicher Preis war: €28.98Aktueller Preis ist: €8.37.

Artikelnummer: wuivnpoo16099 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Serine 100%
rot, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2056
voluminös & kräftig
frische Säure
pikant & würzig
Lobenberg: 99–100/100
Frankreich, Rhone, Nordrhone
Allergene: Sulfite,

Abfüller / Importeur: Michel Tardieu – Nordrhone, Quartier Les Ferrailles – Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH

Lobenberg: Nach dem Crozes-Hermitage kommt der Saint-Joseph rotfruchtiger rüber. Deutlich mehr auf Erdbeere, Himbeere, roter Kirsche und Schlehe laufend. Aber in 2021 so unendlich fein – superfeines Tannin schon in der Nase. Unendlicher Schliff, leicht verbranntes Gummi und etwas rohes rotes Fleisch, aber immer spielerisch mit feiner roter Frucht, schwebend und tänzelnd. Saint-Joseph ist häufig die preiswertere Version und hat manchmal die gleiche Klasse eines Côte Rôtie. Es sind ähnliche Böden. 2021 Côte Rôtie habe ich noch nicht probiert, aber dieser Saint-Joseph ist anders als alle Jahre zuvor, weil er so unendlich fein ist und zart. Deutlich verbrannte Spuren und fast ausschließlich rote Frucht. Konzentrierte Himbeere und Erdbeere, aber nicht wie im Süden in dieser zerfließenden Pinot- und Cabernet Franc-artigen Feinheit, sondern durchaus mit gutem Grip darin. Die Tannine sind allerdings wie im Süden butterweich, zart, samtig und seidig. Der Wein ist lang und steht für Minuten. Er hat eine superschöne Mineralität. Und ich werde auch diesen Wein – ähnlich wie den Gigondas zuvor – mit ordentlich Wasser nachspülen müssen, weil die Intensität im Mund so dramatisch ist. Die Blumigkeit – wir sind hier mehr bei Rosen als bei Veilchen, dazu die intensive rote Frucht, auch mit ein bisschen Cranberry. Aber deutlich konzentrierter als der Süden in seiner unendlichen Feinheit. Hier ist auch Druck darunter, nur ist der Druck seidig. Hochkonzentrierte Finesse. Was für geniale Weine hat 2021 hervorgebracht! Nach den mediterranen Jahren 2015 bis 2020 ist 2021 die absolute Rolle rückwärts – ja, zurück in die Zukunft trifft es schon gut. Wir sind in der Frische und der Feinheit der 90er-Jahre, aber das Ganze in einer Perfektion, die vor 30 Jahren überhaupt nicht möglich war. Perfekter Erntezeitpunkt, perfektes Weinbergsmanagement. Alles trifft es genau auf den Punkt! Und das mit diesem kühlen Sommer und dem Wahnsinns-Herbst. Das brachte von Natur aus extrem kleine Erträge. Ich dachte nicht mehr, so einen Jahrgang wie 2021 nochmal zu erleben. Ich dachte, die Zeit der mediterranen Jahre ist unumkehrbar. Was für eine große Freude, so ein Jahr dazwischen zu haben! Ich hoffe, es kommt öfter vor und bleibt nicht bei der mediterranen Reichhaltigkeit. Superber Saint-Joseph – eine Ode an die Freude. Delikat bis zum Abwinken und so wunderbar verträumt. 99-100/100 *** Tardieus Saint-Joseph wächst ausschließlich auf Granitböden. Die obersten 10, 20 Zentimeter sind verwitterter Stein, darunter kommt richtig Fels, in den die Reben ihre Wurzeln über 100 Jahre hinweg getrieben haben. 100 Prozent Petite Syrah. Oder Serine, wie die uralte, kleinbeerige Form der Syrah hier genannt wird. Die Reben sind über 100 Jahre alt, sie wurden kurz nach der Reblauskrise angepflanzt. Der Alkoholgehalt liegt 2021 bei nur 12,5 Volumenprozent. Die Hälfte der Trauben wird vor der spontanen Fermentation in Betontanks nicht entrappt. Der Ausbau erfolgt für 12 Monate in Barriques, zum Teil neues Holz, zum Teil Zweitbelegungen. Danach für weitere acht Monate in großen Doppelstückfässern von Stockinger. Die Weine werden nicht geschönt und nicht filtriert, bevor sie in die Burgunderflaschen mit Naturkork gefüllt werden.

Rezensionen

Es gibt noch keine Rezensionen.

Schreibe die erste Rezension für „Michel Tardieu – Nordrhone: Saint Joseph Vieilles Vignes 2021“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert