Beschreibung
- Sauvignon Blanc 100%
- weiß, trocken
- 12,5% Vol.
- Trinkreife: 2023–2035
- mineralisch
- exotisch & aromatisch
- Lobenberg: 94–95/100
- Parker: 93/100
- Suckling: 93/100
- Deutschland, Rheinhessen
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Weingut Weedenborn, Familien Mattern & Roll, Am Römer 4-6, D-55234 Monzernheim
Lobenberg: Das ist auf der einen Seite ein Ortswein, auf der anderen Seite eigentlich ein Terroirwein, denn er wächst komplett auf Terra Rossa. Der Weinberg liegt zwischen Morstein und Kirchspiel. Terra Rossa ist ein rotgefärbter Kalkstein bei Westhofen mit hohen Eisenanteilen. Die Reben sind schon deutlich über 20 Jahre alt und damit die ältesten Sauvignons im Weingut, diese Sorte ist ja noch nicht so lange in Deutschland unterwegs. Maischestandzeit, dann vergoren und immer im Stahl auf der Hefe verbleibend. Der Wein kommt immer ein Jahr später auf den Markt, der 2021 kommt also 2023, um ihm die nötige Fass- und Flaschenreife zu geben. Der Terra Rossa wird zu 60 Prozent im großen Holz von Stockinger ausgebaut, der Rest im Stahl, langer Hefekontakt. Spontan komplett durchgegoren auf unter 2 Gramm Restzucker. Rauchige Fumé-Nase, die vom Kalkstein berichtet. Eigentlich mit dem Sauvignon Reserve der Wein in der Sauvignon-Serie hier, der ein bisschen aus der Stilistik der Ost-Steiermark herausfällt und vielleicht aufgrund des Kalksteins mehr in Richtung Pouilly Fumé geht. Dieser Wein spielt im Duft und Fülle als hätte er Barrique – was er aber gar nicht hat. Schon sehr erstaunlich. Der 2021er hat eine wirklich krasse Spannung und dazu knalltrocken, hat 0.6 Gramm Restzucker. In diesem kühleren Jahrgang ist er natürlich eher auf der etwas grüneren Seite der goldenen Mitte, die Reife war eben nicht ganz so hoch wie in den Vorjahren. Der 2021er hatte ein längeres Hefelager, um mehr Schmelz zu bekommen, dadurch hat er aber seine expressive Frucht keineswegs verloren. Die 2021er sind schon fast ein bisschen wild in ihrer Aromatik, setzen sich aber immer mehr aktuell. Zarte Exotik in der Nase, Maracuja und Grapefruit, Austernschalen und Feuerstein, dazu eine feine kräuterig-vegetative Note, die Ausdruck dieses Cool Climate-Jahres sind. Der Wein ist eine Sauvignon-Blanc-Form wie sie in Deutschland selbst bei von Winning so eher nicht vorkommt. Völlig andere Stilistik. Wir sind in diesem irren Salz und fast ganz weg von der Frucht. Das Terroir eben! Auf jeden Fall toller Stoff, den man aus Rheinhessen so wirklich nicht erwarten würde. 94-95/100






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