Beschreibung
- Tempranillo 100%
- rot, trocken
- 14,5% Vol.
- Trinkreife: 2031–2067
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- strukturiert
- seidig & aromatisch
- Lobenberg: 99–100/100
- Suckling: 99/100
- Penin: 99/100
- Parker: 98/100
- Spanien, Rioja
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Bodegas Artadi, Ctra. Logrono, s/n., 01300 Laguardia (Alava), SPANIEN
Lobenberg: Wie immer hat der Wein die für mich faszinierendste Nase. Unglaublich transparent. Frische Kirsche mit Minze und Lakritze, sehr energiegeladen und hocharomatisch den Geruchssinn attackierend. Seidige Tannine schon im Geruch. Sehr viel Mineralität im Untergrund. Es ist der erste Wein der Reihe mit so viel roter Kirsche unter dieser Holunderspur, die scheinbar für diesen Jahrgang so bezeichnend ist. Auch Vogelbeere, das Ganze unterlegt von Garrigue, Minze und Menthol. Eine leichte Tabakspur darunter, sehr fein verwoben. Von der Fruchtintensität erinnert es mich zwar an Vosne-Romanée, aber der Wein ist nicht so dick und schiebend wie ein Burgunder aus dieser Appellation, er ist viel feiner, viel tänzelnder. Irgendwo eine Mischung aus einem großen Callet aus Mallorca und einer hochfeinen Nerello Mascalese vom Ätna. Diese Nase ist echt schick und spannend! Am Gaumen ist eine leichte Holznote spürbar, aber das ist auch gewollt. Dahinter diese schiebende Kirsche, die eigenholt wird von der Minze. Eine schlanke Majestät mit großer mineralischer Länge. Sehr lebendig, sehr saftig und trotzdem sehr fokussiert. Der Mund zieht sich zusammen ob dieser großen Spannung. Der Wein ist reif und seidig, aber trotzdem das Gegenteil von fett, das Gegenteil eines Blockbusters. Hohe Eleganz und aromatische Spannung, grandiose mineralische Länge. Aber in bisher hier nicht erlebter Feinheit. Ein supergraziler Powerwein und auf keinen Fall ein Blockbuster zum Beeindrucken. Völlig anders im Stil als der zuvor probierte grandiose San Lázaro, aber auf dem gleichen Level. 99-100/100 *** El Carretil ist ein Weinberg mit 3,64 Hektar Reben in Laguardia. Er liegt direkt unterhalb von der Toplage Viña el Pisón. Die Reben wurden 1930 und 1975 gepflanzt. Lehmboden mit sehr viel aktivem Kalkstein – ein sehr armer Boden mit zum Teil kompaktem Fels, auf dem die Reben leiden müssen. Die Trauben werden bei Artadi grundsätzlich entrappt. Spontane Gärung, der Wein wird anschließend im Barrique ausgebaut mit maximal 20 Prozent Neuholz. Artadi möchte über alle Weine hinweg den Anteil an Neuholz Stück für Stück auf zehn Prozent reduzieren. Gleichzeitig steigt sukzessive der Anteil an größeren Fässern.






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