Beschreibung
- Merlot 99%, Cabernet Franc 1%
- rot, trocken
- 14,0% Vol.
- Trinkreife: 2028–2055
- Verpackt in: 6er OHK flach
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 97–98/100
- Weinwisser: 19+/20
- Suckling: 96–97/100
- Jane Anson: 96/100
- Rene Gabriel: 19/20
- Decanter: 95/100
- Tim Atkin: 95/100
- Yohan Castaing: 94–96+/100
- The Wine Independent: 94–96/100
- Revue du Vin de France: 94–95/100
- Falstaff: 94/100
- Jeb Dunnuck: 93–95+/100
- Parker: 93–95/100
- Galloni: 93–95/100
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Chateau Belair Monange, Saint-Emilion, Frankreich,
Lobenberg: 99 Prozent Merlot, ein Prozent Cabernet Franc. Hohe Aromatik in der Nase. Blumig. Schwarzkirsche, Veilchen und Rosen. Sehr duftig, filigran und verspielt. Nur Riechen reicht schon! Hohe Intensität in dieser floralen Kirschigkeit. Langsam kommen weiche Brombeere, Maulbeere und auch ein bisschen Cassis. Der Wein hält einfach lange an, er drückt und schiebt in der Nase, bleibt dabei aber einfach so verspielt. Was für ein Traum! Im Mund dann ganz viel Grip, Kreide und Kalkstein. Wow, was für ein Schub! Die Augen werden schmal. Aber es ist ein Schub in genialer Frische und hoher Säure. Sauerkirsche, rote Johannisbeere, Schwarzkirsche und Brombeere. Dann auch wieder diese Blumigkeit darunter. Der Wein ist deutlich mehr auf der frischen Seite als der Nachbar Ausone. Unwahrscheinlich früh gelesen, trotzdem ist alles reif. Die Tannine sind komplett seidig und verspielt. Alles steht für Minuten in dieser roten Frische. Rote Johannisbeere rollt wieder hoch mit Salz. Ein kleiner Extremist. Nicht ganz die Harmonie erreichend wie die Nachbarn Canon, Ausone oder Beauséjour Duffau. Einfach noch mehr zur extremen Seite vinifiziert. Aber trotzdem ein toller Wein! 97-98/100 *** Dieses fast riesige Weingut mit 23,5 Hektar Rebfläche liegt als direkter Nachbar von Château Ausone an perfekter Stelle in Saint-Émilion. Früher hieß es Château Belair. DER Gegenspieler von Château Ausone. Irgendwo kabbeln sie sich immer, Ausone, Belair Monange, danach Beausejour Duffau, manchmal Canon. Das sind die wirklich großen Namen hier oben an der Kante. Direkt darunter liegt dann Château Coutet. Die Reben sind 25 bis 30 Jahre alt – also gar nicht so alt. Dichtbestockt, neu gepflanzt. Es ist komplettes Kalksteinplateau an den Hängen mit einer leichten Auflage aus blauem Lehm. Der Wein wird mehrfach vor- und dann noch einmal per Lasertechnik optisch nachsortiert. Komplette Entrappung. Die Vergärung dann temperaturreguliert im Beton, der Ausbau für 18 Monate im französischen Barrique, 50 Prozent Neuholz. Die Geschichte von Château Belair Monange geht zurück bis in römische Zeiten. Es liegt auf dem höchsten Punkt Saint-Émilions. 1855 war das Weingut in den wichtigsten Veröffentlichungen das führende Weingut von Saint-Émilion überhaupt. Château Belair Monange, das lange Zeit im Besitz von einem früheren Ausone-Partner war, wurde 2008 von Jean-Pierre Moueix gekauft und massiv renoviert, hauptsächlich in den Weinbergen. Ein Teil dieses Weinguts hieß früher Magdelaine. Mit Zustimmung der INAO wurden beide Teile dann zusammengefasst zu Belair Monange. Monange war der Geburtsname der Mutter von Jean-Pierre Moueix. *** Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 – zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.






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