Beschreibung
- Merlot 65%, Cabernet Franc 20%, Cabernet Sauvignon 15%
- rot, trocken
- 15,0% Vol.
- Trinkreife: 2023–2045
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 96–97/100
- Jeb Dunnuck: 94+/100
- Suckling: 94/100
- Gerstl: 19+/20
- Pirmin Bilger: 19+/20
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Bellefont Belcier, 2, rue du Port de la Feuillade , 33126 Fronsac, FRANKREICH
Lobenberg: Bellefont Belcier liegt an den Hängen des Kalksteinplateaus. Er ist der übernächste Nachbar von Chateau Pavie, direkt nach Larcis Ducasse, stylischer als dieser, mehr klassische Ausrichtung als das Süßmaul Larcis. Bestes Terroir. Die Pflanzdichte liegt bei 7000 Stöcken pro Hektar und bewegt sich in Richtung 10.000. Alles im Weinberg geschieht per Handarbeit. Die Exposition von Bellefont Belcier mit 13 Hektar ist komplett südlich, alles in einer leichten Amphitheater-Form. Der direkte Nachbar zur anderen Seite, neben Larcis Ducasse zur Linken, ist zur Rechten Tertre Roteboeuf. Also das Terroir ist schon allererste Sahne. Purer Kalkstein, darauf etwas Lehm und Kies. Die Vergärung erfolgt bei etwa 28-30 Grad. Das Ganze spontan. Danach verbleibt der Saft etwa noch 6 Wochen auf der Schale. Eine Prozedur um die Tannine in Summe reicher und weniger bitter zu haben. 70% Merlot, 25% Cabernet Franc, 5% Cabernet Sauvignon 2017. Der Jahrgang ist davon geprägt, dass es mitten im Jahr ein Besitzerwechsel gab. Der neue Besitzer Mr. Kwok aus Hongkong, dem auch Tour Saint Christophe und Haut Brisson sowie andere Weingüter gehören, hat übernommen und hat natürlich sein Erfolgsteam aus Jean Christophe Meyrou und Jerome Aguirre von Tour Saint Christophe mit rüber genommen. Also wohl das coolste, schickste und talentierteste Team was in Saint-Emillon herumläuft. Aber man hat erst im August übernommen. Das heißt, es gab nur noch geringe Einflüsse in grüner Lese. Bellefont Belcier 2017 hat auch davon profitiert, dass durch die Trockenheit der Ertrag dramatisch herunter ging. Zusätzlich wurde noch stärker selektiert. Auch wurde dann der Neuholzanteil auf ein Drittel reduziert. Die Fermentation in etwas kühlerer Temperatur durchgeführt. Also kleine Stellschrauben, die aber durchaus entscheidend eingreifen können. Auch wurde die Vinifikation komplett ohne zusätzliche Schwefelzugabe durchgeführt. Was ist das Ergebnis dieses Weingutes, das ja so perfekt neben Pavie und Larcis Ducasse liegt? Eine der besten Lagen Saint-Emillons überhaupt. Die Nase ist wuchtig, schwarzfruchtig. Schwarze Kirsche in unendlicher Fülle. Brombeere und Maulbeere darunter. Feine Süße ausstrahlend, aber typisch Saint-Emillon. Die Sensation, die große Veränderung kommt im Mund. Bellefont Belcier war davor schon grandios. Der 2016er war unendlich fein. Aber der 2017er zeigt dazu noch fast explosive Frische und Dichte. Das mag nicht nur am Team, sondern auch an diesem Jahrgang liegen. Das ungeheuerlich reichhaltig. Dieser Bellefont Belcier 2017 hat durchaus die gleiche Qualität wie Larcis Ducasse. Er hat auch diese Rotfruchtigkeit dazu. Er ist wohl Larcis Ducasse überlegen, weil er einfach zusätzlich zur Wucht auch diese wunderbar feine, salzige Mineralität hat. Das ist schon samtig, seidiger Blockbuster mit ganz großer Länge. Und das katapultiert Bellefont Belcier aus einem der Könige der unteren Mittelklasse hoch an den unteren Rand der Oberklasse. Dieses Team wird Bellefont Belcier sicherlich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre zu einem der Superstars Saint-Emillons weiterentwickeln. Das Terroir ist gegeben, alles passt. Ob ich 2017 schon direkt über 2016 setzen möchte, wage ich zu bezweifeln, denn 2016 war ja, durch den Jahrgang geprägt, so unendlich schick. Aber 2017 hat die gleiche Klasse nur in anderer Ausprägung. Tendenziell ist es sogar der größere Wein. Ich bewerte sie gleich. 96-97/100






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