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Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru 2020

Ursprünglicher Preis war: €211.24Aktueller Preis ist: €42.76.

Artikelnummer: vlcevung02811 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Cabernet Sauvignon 62%, Merlot 38%
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2032–2079
Verpackt in: 6er OHK
voluminös & kräftig
tanninreich
Lobenberg: 98–100/100
Jeb Dunnuck: 99/100
Decanter: 99/100
Revue du Vin de France: 98–100/100
VertdeVin: 98–99/100
Suckling: 98/100
Wine Cellar Insider: 97–99/100
Yohan Castaing: 97–99/100
Parker: 96–98/100
Gerstl: 20/20
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe
Allergene: Sulfite,

Abfüller / Importeur: Cos d’Estournel, Chateau Cos d’Estournel, 33180 Saint-Estephe, FRANKREICH

Lobenberg: Ein super 2ème Cru, der zusammen mit La Mission, Las Cases, Pichon Lalande, Ducru und Pontet Canet relativ nahe dran ist an den Premier Crus. Cos ist wie Montrose, wie Ducru und Las Cases eines der Weingüter, wo besonders penibel sortiert wird. Nicht nur mehrfache grüne Lese, sondern auch noch auf optischen Sortiergeräten, welche die entrappten Beeren nochmals nachsortieren. Fermentation überwiegend im Stahl, Ausbau überwiegend im neuen Holz, die Vergärung erfolgt spontan. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings keinen einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Zumal Mitte August circa 80 Millimeter Regen fielen. Ende August nochmal 15 Millimeter. Danach war es den ganzen September über trocken. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Die Assemblage von Cos d´Estournel in 2020: 62 Prozent Cabernet Sauvignon, 38 Prozent Merlot. Der Anteil von Erst- und Zweitwein beträgt bei Cos 50:50. Also alles, was 2020 wegen der Trockenheit nicht perfekt war, ging in den Zweitwein. Im Erstwein befindet sich nur die Crème de la Crème. Die Nase ist Saint-Estèphe mit einem Touch Pauillac. Sehr maskulin, sehr intensiv. Viel Cassis, Brombeere, auch Blaubeere und Holunder darunter. Schon in der Nase fast dramatisch. Druck aufzeigend, ganz hohe Spannung, vibrierend. Das ist wirklich ein klassischer, maskuliner Wein, schon im intensiven Duft. Im Mund unglaubliche Power. Das ist wirklich ein Drama, das kann man gar nicht anders sagen. Der Wein hat so viel Druck, so viel schwarze Frucht. Relativ stramm extrahiert. Cassis und Brombeere vorne, Holunder und Maulbeere dahinter. Satte Tannin-Massen. Seidig zwar, aber auch ein klein wenig rustikal. Obwohl hier zu 100 Prozent entrappt wird, hat man doch ein wenig das Mundgefühl nach Rappen. So ein Drama im Mund! Eukalyptus und Minze – deswegen dachte ich an die Rappen. Viel Gestein, Terroir und immer wieder Druck und Länge. Das ist nicht diese Aufregung von 2019, es ist nicht diese Dramatik. Es ist nicht diese Opulenz aus 2018, sondern mehr die Klassik aus 2016. Super-Klassik, super geradeauslaufend, extrem fokussiert. Aber der Wein braucht zehn, ja besser 15 Jahre im Keller. Er wird ein großer Wein, aber er braucht eben verdammt viel Zeit. Ein Mega-Klassiker, noch klassischer, noch mehr 2016 und 2010 in seiner Floralität, denn er hat Veilchen ohne Ende. Irgendwo liegt er da zwischen 2016 und 2010, ein bisschen Säuredrama aus 2019. Ein kleines Monster, berstend vor Intensität. Ich weiß nicht, ob ich so viel Geduld aufbringe für diesen Wein, denn die muss man haben. Zehn Jahre sind das Minimum, wahrscheinlich sind 15 Jahre besser. Großer, klassischer Stoff, ganz ohne Frage. 98-100/100

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