Beschreibung
- Cabernet Sauvignon 47%, Merlot 43%, Cabernet Franc 10%
- rot, trocken
- 13,5% Vol.
- Trinkreife: 2025–2050
- Verpackt in: 6er OHK
- voluminös & kräftig
- tanninreich
- Lobenberg: 97–99/100
- Decanter: 97/100
- Galloni: 97/100
- Wine Spectator: 96/100
- Weinwisser: 19/20
- Parker: 95+/100
- Suckling: 95/100
- Jeb Dunnuck: 95/100
- Wine Enthusiast: 94–96/100
- Gerstl: 20/20
- Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Figeac, , 33330 St. Emilion, FRANKREICH
Lobenberg: 43% Merlot, 47% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc. Die Besonderheit auf Chateau Figeac ist der extrem hohe Anteil an Cabernet Sauvignon. Das ist dem speziellen Untergrund geschuldet, mit diesen eher ans linke Ufer erinnernden Kiesböden. Also weniger lehmig und sandig sondern kiesig auf Figeac. Dies ist beim Nachbarn Cheval und beim übernächsten Nachbarn Vieux Chateau Certan zum Teil auch der Fall. Auch hier wird in normalen Jahren ein großer Teil Cabernet Franc und etwas Cabernet Sauvignon verarbeitet. Das macht in nicht so reifen Jahren immer etwas Probleme, weil Chateau Figeac dadurch sehr verschlossen und tanninreich rüberkommt und immer viel Zeit braucht, um sich gut zu zeigen. In reifen Jahren ist Cabernet Sauvignon aber durchaus sehr ein Vorteil. Es gab aber 50% Frostverlust auf Chateau Figeac 2017. Die Rebsortenzusammensetzung hat sich aufgrund dieser Frostschäden entsprechend verändert. Es gibt nur die angesprochenen 10% Cabernet Franc, normal gibt es deutlich mehr. Es gibt 43% Merlot, normal sind es 35%. Dadurch ist der Cabernet-Sauvignon-Anteil nochmal nach oben gegangen und deswegen ist die Nase des Figeac 2017 etwas abweichend von 2016 und 2015. Zwar ist der Cabernet-Anteil über 50%, wir haben aberverstaunlicher Weise in der Nase aber relativ viel schwarze Kirsche, was sehr auf Merlot deutet. Ganz langsam kommt ein bisschen Himbeere dahinter. Cassis, Brombeere, Veilchen. Aber der Wein ist in der Nasenausprägung eher ein klassischer Sain-Emilion. Mehr klassisch als gewöhnlich. Im Mund kriegen wir dann aber die totale Wende in die rote Frucht. Unglaubliche feine, zarte rote Kirsche. Zwar nicht so viel Himbeere, weil die Cabernet Franc nicht so dominant ist, aber diese zarte Kirsche, die dieses Jahr von der Cabernet Sauvignon kommt, ist so weich, sie hat totale Finesse, ist total geschliffen. Es gibt überhaupt nichts Hartes. Die Säure und die Frische sind präsent, aber nichts ist spitz. Alles ist weich. Der Wein ist ein einziges, seidiges Erlebnis in roter Kirsche mit einer kleinen Unterlagen Johannisbeere, sehr heller Lakritze und Flieder sowie einer harmonischen Salzspur in ein harmonisches Ende. Um ganz groß zu sein wie 2016, fehlt es dem 2017er Figeac etwas am mittleren Druck und an der Power. Die Tannine sind ungewöhnlich fein. Das ist ein Leckerli der allerhöchsten Güte. Ich hoffe, dass Figeac etwas günstiger ist als 2016. Dann ist er extrem empfehlenswert, weil er eine Ode an die Freude ist. Einer der saftigsten, leckersten Trinkweine des Jahres und in Saint-Emilion aufgrund seiner extrem feinen Stilistik für mich mit in der allerersten Reihe. 97-99/100






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