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Roberto Voerzio: Barolo La Serra 2019

Ursprünglicher Preis war: €225.89Aktueller Preis ist: €55.00.

Artikelnummer: pgtwgkcu82667 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Nebbiolo 100%
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2048
Verpackt in: 6er OHK
tanninreich
seidig & aromatisch
strukturiert
Lobenberg: 99–100/100
Jeb Dunnuck: 98/100
Suckling: 97/100
Italien, Piemont
Allergene: Sulfite,

Abfüller / Importeur: Roberto Voerzio, Loc. Cerreto, 1, 12064 La Morra (CN), ITALIEN

Lobenberg: La Serra ist die höchste Lage in La Morra, und damit die höchste Lage von Voerzio und in der Langhe überhaupt, auf 400-420 Metern Höhe direkt am Ortsausgang Richtung Barolo. Südost-Exposition. Schon auf 8.000 Stöcke je Hektar aufgestockt – die Reben in La Serra wurden 2007 und 2008 komplett neu gepflanzt. Die Böden sind hier extrem karg, 50 Prozent bestehen aus reinem Kalkstein. Entsprechend der Höhe und der Sonnenexposition ist der La Serra der feinste, verspielteste und der zarteste Wein von Voerzio. Er wird ob seiner Zartheit oft unterschätzt, ist jedoch in warmen, runden Jahren ob seiner verspielten Feinheit und hohen Säure der beste Wein Voerzios, zumindest aus meiner Sicht und aus der Sicht des Winzers. Jede Pflanze, also jeder Weinstock, bringt bei Roberto Voerzio nur unter 500 Gramm Beeren aus maximal 5 winzigen Trauben. Nur die stocknahen 5 Trauben werden belassen, und einige Zeit vor der Lese wird die untere Hälfte der Traube (mit der höheren Säure) vorsichtig weggeschnitten. Diese Ertragsreduzierung soll aber nicht die Intensität erhöhen, sondern saftige Frucht mit genialer Balance erreichen. Wahrscheinlich ist Voerzio der extremste Winzer der Welt. Bei so extremer und qualitativ auch gewünschter Ertragsreduktion ist es dauerhaft jedoch wichtig, die Stockdichte auf Zehntausend je Hektar zu erhöhen. Das erfolgt laufend, aber das wird auch noch Aufgabe der Folgegeneration um Sohn Davide Voerzio bleiben. Natürlich erfolgt hier die Arbeit vom Weinberg bis zum Keller biologisch-organisch (nicht zertifiziert, das Ansehen der italienischen Zertifikate ist wegen diverser Undurchsichtigkeiten arg ramponiert). Nur Spontanvergärung. Wie alle Weine Voerzios 100 Prozent entrappt und für zwei Jahre in burgundischem, sehr dichtporigem Holz, das minimal getoastet wurde, ausgebaut. 20 bis 25 Prozent der Fässer sind neu, der Rest wurde maximal sechs Mal befüllt. Bei so extrem geringen Erträgen und biodynamischer Weinbergsarbeit ist die Traubenreife deutlich schneller als bei Standardbetrieben, i.d.R. gibt es hier 3 Wochen Vorsprung, man erntet vor allen Kollegen oder erreicht in anders verlaufenden Jahren eine höhere Reife und Komplexität. Auch liegt bei Voerzio trotz der hohen inneren Reife die Säure immer höher. Voerzios Weine sind immer reif und extrem frisch zugleich. Im Glas hat der La Serra eine wunderschöne, klare, rubinrote Farbe mit öligen Tränen. Die Nase ist schwebend ätherisch mit feinen Kräutern, einem Hauch Heu, etwas Kerzenwachs. So duftig, schwebend, ein absoluter Traum! Duftiges Potpourri, rote, saftige Kirschen. Wenn sich Cerequio und Brunate im Mund ausbreiten, dann ist der La Serra ein zielstrebiger Geradeausläufer. Wow! Im Mund merkt man die Höhenlage ganz klar an der Killerpräzision. So geradeaus, so pur. Viel rote Frucht, Cranberry, Sauerkirsche, sogar ein Hauch Hagebutte. Das ist ein Amoureuses à la Voerzio, mit feinen Tanninen, die reif und zugleich strukturiert und doch so seidig sind. Ich liebe diesen Wein in diesem Überflieger-Jahr. 99-100/100

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