Beschreibung
- Grenache 55%, Mourvedre 30%, Syrah 10%, Diverse 5%
- rot, trocken
- 15,5% Vol.
- Trinkreife: 2022–2050
- voluminös & kräftig
- pikant & würzig
- seidig & aromatisch
- Lobenberg: 100/100
- Parker: 99+/100
- Jeb Dunnuck: 99+/100
- Weinwisser: 99/100
- Wine Spectator: 98/100
- Falstaff: 98/100
- Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
- Allergene: Sulfite,
Abfüller / Importeur: Clos des Papes, 13, avenue Pierre de Luxembourg, 84230 Chateauneuf du Pape, FRANKREICH
Lobenberg: Nur 17 Hektoliter pro Hektar. Die Grenache hatte extrem kleine Erträge, starke Verrieselung während der Blüte, nur lockerer Besatz der Trauben mit Beeren, tolle Voraussetzungen. Ansonsten problemloser Jahrgangsverlauf mit hohen Tag-Nacht Unterschieden, was sehr förderlich für die Komplexität ist. Nach Ansicht von Vinvent Avril der beste Jahrgang seit er auf dem Weingut ist, mit hoher Konzentration und extremer Rasse. Der große 2007 hatte deutlich mehr Tannin, dafür war die Säure etwas tiefer. Für Vincent ist 2010 eine ideale Kombination aus 1990, ein Hauch 2000 und einem Touch 2007 und 2009. Das ist natürlich eine weite Range an Assoziationen. Der erste Eindruck in Nase und Mund ist jedenfalls ein intensiver Abdruck von immensem dickem, feinen Tannin, die säurebetonte Rasse und die Mineralität überdecken jedoch fast alles. Das Besondere bei Clos des Papes ist, dass die neuen Holzfässer, seien es Foudres oder Halbstücke, die ersten Jahre nur mit dem einfachen Tafelwein belegt werden, Vincent möchte keine Holzeinflüsse in seinem Chateauneuf. Lediglich die Microoxidation durch die Holzwände ist gewünscht, aber keinerlei geschmacklicher Eicheneinfluss. Der finale Blend besteht beim Clos des Papes 2010 aus 50 % Grenache, 30 % Mourvedre, 20 % Syrah. Für Clos des Papes erstaunlich dunkel in der Farbe, fast schwarz, mit glänzendem Schimmer. Die Nase ist erstaunlich: extrem fruchtig, der höhere Mourvedreanteil prägt die Nase ganz deutlich, fast hätte man auf neue Barriques getippt, was natürlich bei Clos des Papes nicht vorkommt. Maulbeere, Holunder, Wacholder, Amarena, provenzalische Kräuter in der Nase, viel Schokolade, geröstetes Fleisch und blumige Noten dazu, dunkle Erde, Pralinen, insgesamt eine fast dramatische Röstaromennase, dunkle Pflaumen, schwarze Kirsche, etwas Cassis und viel steinige Mineralität. Sehr elegante Tannine, unglaublich lang in der Nase, sehr komplex. Eine der spannendsten Chateauneuf-Nasen dieses Jahrgangs. Auch rückblickend auf die Jahrzehnte, die ich bei Clos des Papes probiere, eine der spannendsten Nasen. Butterweiche Tanninmassen im Mund, hier kommt deutlich mehr rote Frucht zum Tragen, die Säure ist fein, aber eher zurückhaltend, das Ganze in großer Harmonie vereint, weiche rote und schwarze Kirsche, Herzkirsche mit Waldhimbeeren in konzentrierter Form, ein bisschen trockene Cranberry, dann kommt viel schwarze Kirsche, rote und schwarze Johannisbeere. Auch der Mundeindruck ist von der Mourvedre geprägt, die in diesem Jahr nicht nur im Anteil hoch ist, sondern qualitativ exzellent ausgefallen ist – fast ein wenig an Beaucastel erinnernd. Großartige Länge, rassige Röstaromen und provenzalische Kräuter mit Salz und Steinmehl, Staub, minimale Noten von Teer und Asphalt, helle Schokoladen und dominikanische Zigarrenkiste. Extrem lang, über 2 Minuten nachhallend, insgesamt für Clos des Papes fast ein wenig Typ Blockbuster, aber alles in großer Harmonie und Balance und perfekt vermählt. Lakritze, Süßholz, schwarze Kirsche, Salz und mineralisches Steinmehl rollen immer wieder hoch. Monumental wie 2007, jedoch feiner und balancierter, eher wie 2009, mit viel mehr frischer Rasse und Mineralität. Großer Chateauneuf du Pape. 100/100






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